Urlaub, Strand und ein ausgiebiges Sonnenbad!

Life is a beach1

Heute bin ich ein bisschen später dran als sonst. Liegt es vielleicht daran, dass ich mir endlich Urlaub, Sonne und Meer herbeisehne? Oder habe ich beim Malen einfach die Zeit vergessen? Egal, es wird von beidem ein bisschen sein, denn ich bin geistig schon in Urlaubslaune. Meine innere Uhr läuft bereits nach „Island Time“. Obwohl wir eigentlich noch immer nicht wissen, wohin die Reise gehen soll. So, jetzt male ich weiter und träume von Strand, Sonne und Urlaub!

Einen wunderschönen, sonnigen Tag euch!!!    xoxo … MiME

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P.S.: Heute ist übrigens wieder Creadienstag!

Habe ich heute am Strand einen Geist gesehen!?

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Schnell huscht ein kleines weißes Lebewesen vor meinen Füßen im Sand vorbei und verschwindet in einem Loch. So schnell, dass man es kaum richtig erkennen kann. Da vorn schon wieder! Zoom – weg! Was ist das? Habe ich einen Geist gesehen? Ich forsche nach und tatsächlich: Es war ein Geist! Eine Geister Krabbe!

In den USA werden die weißen Krabben „Ghost Crabs“ genannt. Wer schon einmal an den amerikanischen Stränden des Atlantischen Ozeans einen Spaziergang unternahm, wird die kleinen Geisterkrabben bereits zu Gesicht bekommen haben. Oder zumindest die Löcher, in denen sie sich verstecken. Alle Strände von Rhode Island runter nach Süden, durch den Golf von Mexiko bis nach Südamerika sind mit den kreisförmigen Öffnungen ihrer Höhlen übersät.

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DSC03708Tagsüber verbuddeln sich „Ghost Crabs“, um nicht von Strandvögeln gefressen zu werden. Nun ja, zumindest die meisten Krabben. Die weißen Kreaturen sind nämlich ein wichtiger Bestandteil deren Ernährung. „Ghost Crabs“ graben ihre Tunnel in der Nähe des Wassers im 45 Grad Winkel nach unten. Teilweise sollen die Gänge bis zu 1.20 Meter lang in den Sand hineinreichen. Eine beachtliche Leistung für diese Tierchen. Dort in ihren Höhlen verweilen sie bis zur Dämmerung. Dann kommen sie langsam raus und sprinten los ins Wasser. Sie sollen angeblich eine Geschwindigkeit von 10 Meilen pro Stunde erreichen können. Sie zoomen die „Shoreline“ rauf und runter bis der Tag erwacht.

Wenn ich wieder nach Florida käme, empfiehlt man mir, sollte ich doch mal eine Nachtwanderung am Strand unternehmen. Dann könnte ich die „Ghost Crabs“ richtig in Aktion erleben. Mit einer Taschenlampe und einem Eimer bewaffnet würde es in der Nacht richtig viel Spass machen, diese schnellen, kleinen Wunder der Natur zu jagen und vielleicht mit der Hand zu fangen. Das Fangen wäre jedoch nicht ganz so einfach. Eine Geisterjagd am Strand wäre jedoch ein wunderbares Abenteuer mit viel Geschrei und Gelächter. Vor allem hätten Kinder riesigen Spass dabei.

Gute Idee! Aber nur, wenn nicht gerade die Meeresschildkröten an den Strand zum Legen kommen oder die kleinen Schildkrötenbabys schlüpfen. (Das geschieht am Atlantik zwischen März und Oktober, am Golf von Mexiko von Mai bis Oktober.) Denn Meeresschildkröten stört man durch solche nächtliche Aktionen nur. Das will ich nicht! Aber vielleicht passt es ja nächstes Mal von der Jahreszeit. Dann geht es vielleicht auf nächtliche Geisterjagd!

See you… MiME

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„Good morning starshine, the earth says hello…“ am Kailua Beach,Oahu,Hawaii

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Langsam geht die Sonne über dem Meer auf. Der Himmel ist noch in einem dunklen Blauton gehüllt. Die Tradewinde wehen vom Meer her. Die Kokospalmen klatschen mit ihren Wedeln im Wind aneinander. Die Natur ist noch unter sich und kein Mensch funkt ihr ins Handwerk. Diese Frische und Reinheit wenn der Tag erwacht.

Schnell binde ich mir meine ungekämmten Haare zu einem Zopf zusammen und verstecke sie unter meiner gelben Schildmütze. Wir schlüpfen in unsere Badesshorts und stülpen nur eines der T-Shirts über, die noch über der Rückenlehne des Sofas hängen und leicht von der täglichen Portion Salzluft kleben. 

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Die Kühle des Morgens streichelt mir um die nackten Beine. Meine Körpersinne schlummern noch. Die Morgenfrische zieht meinen Körper aus meiner Bettwärme. Die Härchen an meinen Beinen und Armen stellen sich für ein paar kurze Sekunden auf. Es riecht nach Salz und Meer. Die Luft ist weich.

Die Blätter der hohen Kokospalmen rauschen im leichten Wind. Ihr klatschendes Geräusch mischt sich mit den brechenden Wellen, die am Strand auslaufen. Eine einfache Melodie, die so beruhigend auf die Sinne wirkt. Kein Komponist könnte eine schönere Melodie komponieren als den Gesang der Palmen im Wind mit dem Rauschen der auslaufenden Wellen am Strand.

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Ohne ein Wort zu wechseln spazieren wir barfuss die Bucht entlang. Unsere Augen sind noch ganz verschlafen. Die auslaufenden Wellen umspülen unsere Füße. Es ist nur das gleichmäßige Plätschern der friedlichen Wellen am Strand zu hören und unsere Schritte durch die Gischt. Der hauchdünne, zarte Milchschaum auf den auslaufenden Wellen wirft einen hohen Schatten auf den Sand, so tief steht die Sonne jetzt noch am Horizont. Sie schickt ihre glänzenden Strahlen über das Wasser und verwandelt die Meeresoberfläche in einen Spiegel. Ihre Strahlen verwandeln die Bucht in ein goldgelbes Licht. Ein paar Wolken schieben sich vor ihr Gesicht, über die sie sich im nächsten Moment schon wieder hinwegsetzt. Minute für Minute bahnt sich die Sonne mehr und mehr ihren Weg aus dem Ozean gen Himmel.

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Kleine, weiße Krebse huschen von unseren Schritten aufgeschreckt im seitlichen Gang vor der Brandung in ihre Bauten. Ihre kleinen Beine huschen flinker als man schauen kann. Die Löcher der weißen, fast unsichtbaren „Ghost Crabs“ prangen groß oben im weißen Sand, wo die Morgenebbe nicht mehr hingelangt. Große Löcher, kleine Löcher, mittlere Löcher. Die Krabben haben über Nacht den Strand in einen Fels voller Punker verwandelt.

Der Strand liegt noch in einer ganz verschlafenen und friedlichen Stimmung. Das Wasser glasklar, der Sand noch kühl von der Nacht. Ganz friedlich und unverdorben schwappen die Wellen an unsere Füße. Sanft und vorsichtig. Das Meer macht einen so braven und gelassenen Eindruck. Und jeden Fußabdruck, den wir im feuchten Sand hinterlassen, nimmt die Gischt mit ins weite Meer zurück.

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Ein zierlicher Strandläufer suchte im Sand nach Nahrung. Geschwind rennt er den rückgehenden Wellen hinterher, dass man seinen flinken Beinen mit dem Auge kaum folgen kann. Er pickte nach Kleingetier im Sand und mit der nächsten kommenden Welle rennt er wieder den Strand hoch. Immer knapp voraus oder hinter der Gischt her. Ob ihn nicht mal eine schnell Welle erwischen würde? Doch wie instinktiv rennt der Strandläufer der Welle stets um haaresbreite voraus. Als wenn Welle und Vogel schon immer zusammen geübt hätten. Wie ein altes, eingespieltes Ehepaar.

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Es beginnt leicht zu nieseln. Ein Regenbogen erhebt sich aus dem Meer, schlägt einen großen, runden Bogen und verschwindet „mauka“ hinter den Bergen.

Ein Angler mit seinen zwei Ruten sitzt am Beachpark im Sand und wartet in aller Ruhe auf seinen Fang. Er schaut friedlich auf das Meer. Oben im Sand, wo die „Morning Glorie“ wächst, steht eine kleine Gruppe Menschen in meditativer Joga-Haltung. Jeden Morgen kurz nach sechs die gleichen Spaziergänger: Die joggende Frau mit Walkman, das Ehepaar mit der Tasse Kaffee in der Hand, die Frau mit Hund und natürlich der alte, hagere Mann mit dem Knirps in seiner Shorts, der uns im zügigen Schritt entgegen kommt.

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Die Sonne wandert den Horizont immer höher und wärmt mehr und mehr unsere Haut. Man kann schon jetzt eine Stunde nach Sonnenaufgang ihre Kraft spüren. Weiter oben am Beachpark steigen zwei Frauen aus ihren Autos mit je einer großen Kaffeetasse in der Hand, lachen und erzählen. Ein Jogger mit gestähltem Oberkörper überholt uns. Er lächelt uns an und schenkt uns ein herzliches „Good morning“, als wenn wir uns schon immer kennen würden.

Guten Morgen und einen schönen Tag euch, …MiME