Einer meiner Lieblingsläden in Köln: „Flying Fawn“

Shopping Cologne

Darf ich euch heute zum Shopping mitnehmen? Ich bin mal wieder in der Kölner City unterwegs. Also nicht direkt in der Stadtmitte mit ihren zwei großen Fussgängerzonen, sondern im Belgischen Viertel. Das fängt ungefähr da an, wie die Fussgängerzonen aufhören und keine großen Ketten und Kaufhäuser mehr zu finden sind. Dort wo die kleinen, individuellen und kreativen Läden zu Hause sind. Einer dieser fantastischen Shops im Belgischen Viertel für Home, Interieur, Dekoration und Geschenke ist das „Flying Fawn“ auf der Aachener Strasse. So viele schöne Sachen in einem Raum, dass man stundenlang verweilen und viel zu viel kaufen könnte. Don´t miss it! Weiterlesen

„Büdchentour“ – Die Geschichte und Kultur der Kölner Kioske

Büdchentour Sülz

„Was ist eigentlich ein Büdchen?“ wird sich jetzt vielleicht der ein oder andere fragen. So nennt man in Köln die Kioske in den Stadtvierteln („Veedeln“) und an den Straßenbahnhaltestellen. Am Büdchen gibt es nicht nur alles Wichtige bis spät in die Nacht hinein zu kaufen, sondern sie sind auch eine Art Zentrum der Kommunikation in ihren Stadtteilen und prägen farbenfroh des Kölner Stadtbild. Büdchen gehören zu Köln wie der Dom und der Rhein. Zu der Geschichte und der Kultur der rund 550 Büdchen in Köln gibt es sogar Führungen. So eine Büdchentour durch die Stadtviertel Sülz und Klettenberg habe ich jetzt mitgemacht.  Weiterlesen

(Folge 21) Spüre den Charme der Goldenen Zwanziger im Royal Hawaiian Honolulu

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Stell´ dir vor, wir schreiben gerade das Jahr 1927. Das „Royal Hawaiian Hotel“ hat gerade seine Pforten geöffnet. Wir gehören zur Hautevolee und verbringen unsere Ferien auf Hawaii im berühmtesten Luxushotel vor Ort, im „Royal Hawaiian Hotel“ im Herzen Honolulus. Wir haben den Tag am berühmten Strand von Waikiki verbracht und nehmen jetzt bei Sonnenuntergang gerade einen Cocktail in der Bar ein.

Auf diesen Spuren wollte ich schon immer mal wandeln. Ich wählte bei meinem Fotoprogramm auf dem iPhone einen Retro-Filter aus und fuhr vorm Hotel vor. Das rosa Luxushotel, eingebettet in einem tropischen Garten mitten im Herzen Honolulus, ist atemberaubend. Es ist noch immer so eingerichtet wie damals. Gemütliche Schaukelstühle stehen auf der Veranda. Das freundliche Hotelpersonal zeigt mir den Weg zur Bar an nostalgischen Fahrstühlen vorbei. Schwere Teppiche und antike Möbel schmücken die Hallen und Gänge. An jeder Ecke denkt man Shirley Temple oder Franklin Roosevelt könnten einem über den Weg laufen.

Ich komme genau rechtzeitig zum Sonnenuntergang in der „Mai Tai Bar“ des Luxushotels an. Der aufmerksame Kellner bringt mich an einen schönen Tisch mit fantastischem Blick auf Waikiki Beach und Diamond Head. Ich bestelle einen Cocktail und genieße jeden Schluck bei Hawaiiklängen und Hula. So sah wohl das süsse Leben von Hollywoodstars, Berühmtheiten und Geldadel in den 20er Jahren aus!!!

xoxo… MiME

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Am Wochenende gehe ich unter die Gärtner und züchte mir Ingwer

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Na, was habt ihr für´s Wochenende geplant? Also ich möchte meinen Plan, eine Ingwerpflanze im Wohnzimmer stehen zu haben, endlich in die Tat umsetzen! Ich habe bereits vergangene Woche im Supermarkt Ingwer gekauft. Schaut mal in die Gemüse- und Obstabteilung. Eine Wurzel kostet nicht mal 70 Cent. Ich habe drei gesunde Knollen gekauft und auf einem leichten Kissen aus Erde schön feucht gehalten. Jetzt beginnen sie zu treiben. Am Wochenende muss ich unbedingt einen großen Topf und Pflanzerde besorgen, um meine tropischen Knollen einzupflanzen.

Ingwer ist eine unheimlich vielseitige und gesunde Pflanze. Doch ich möchte Ingwer nicht wegen seiner Heilwirkung oder seines Geschmacks anbauen, sondern der wunderschönen Blüten wegen! Ich habe bereits einen sehr hellen und sonnigen Platz in der Wohnung gefunden. Hier soll mein Ingwer zu einer prächtigen Pflanze gedeihen, wie in den Tropen, und wunderschöne Blüten bekommen.

Die Blüten des Ingwers in tropischen Gebieten, die oft von einem ganz hellen Rosa bis zu einem kräftigen Pink reichen, haben mich schon immer im Urlaub begeistert. In den Tropen wächst und wuchert Ingwer beinahe wie Unkraut. Er wächst schneller, als die Menschen ihn zurückschneiden können. Die wunderschönen Blüten der Ingwersträucher werden gerne als Blumensträuße verkauft und die frischen Ingwerwurzeln mit ihren leicht rosa Knospen sind eigentlich auf jedem Markt zu finden.

Los geht´s in die Tropen! Und falls euch auf der Reise übel werden sollte, Ingwer ist angeblich auch das beste Mittel gegen Reiseübelkeit!

Schönes Wochenende euch und am Montag natürlich mehr!!!    xoxo …MiME

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Mein Geheimtipp für New York: Frühstück im Skulpturengarten des MoMA

Im Moment ist es noch ein Geheimtipp! Aber wer weiß wie lange noch?! Denn ab kommenden Montag hat New York City eine neue Attraktion mehr zu bieten. Das Museum of Modern Art (MoMA) im Herzen Manhattans öffnet am Morgen seinen grünen Innenhof mit Skulpturen hochkarätiger Künstler für Passanten. Jetzt darf im wunderschönen „Abby Aldrich Rockefeller Sculpture Garden“ täglich von 9.00 bis 10.15 Uhr gefrühstückt werden! So können New Yorker und Besucher in einem der beliebtesten Gärten New Yorks den Tag beginnen! Der „Sculpture Garden“ kann in der Früh, wenn das Museum noch geschlossen hat, direkt durch das Westtor auf der West 54 Street zwischen der Fifth und Sixth Avenue kostenlos betreten werden. Kaffee und andere Getränke werden vor Ort zum Kauf angeboten. Was gibt es schöneres, als in dieser absolut zentral gelegenen und chicen Oase zwischen Hochhausschluchten und Taxilärm bei einem heißen Becher Kaffee den Tag gemütlich zu beginnen?! Diese Adresse ist bestimmt bald der Renner! Wow!!! …MiME

moma_gardensummer2013_mseckFoto: Installation view of The Abby Aldrich Rockefeller Sculpture Garden at The Museum of Modern Art, 2013. Photo: Martin Seck (Image Credits: MoMA New York)

Museum of Modern Art 11 West 53 Street, New York, NY 10019, Öffnungszeiten: Samstag bis einschließlich Donnerstag 10.30 bis 17.30, Freitag 10.30 bis 20.00 Uhr.

„Aloha Festivals Floral Parade“ – Eine Blumenparade durch Honolulu, die alles in den Schatten stellt!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAAm strahlend blauen Himmel steht kein einziges Wölkchen. Das wird heute wieder ein heißer Tag! Eine Frau im roten Kleid mit drei kleinen Mädchen im Schlepptau trägt zwei klappbare Gartenstühle die Straße entlang und hält Ausschau nach einem Fleckchen Gras im Schatten. Die Plätze unter den Bäumen sind jedoch fast alle schon belegt. Ein koreanisches Ehepaar rutscht seine Sitzkissen etwas zusammen, damit die Frau noch etwas Platz für ihre beiden Stühle hat. Die Töchter setzen sich auf ein großes Badetuch, das sie vor den Stühlen über den Bordstein zur Straße ausgebreitet haben. Die älteste der drei ist vielleicht gerade mal sechs Jahre alt. Jetzt kommt auch der Vater mit einer großen, roten Eisbox voll mit Getränken und kleinen Snacks hinterher. Die hawaiianische Großfamilie unter dem Kukuibaum dort drüben ist immer noch beim Essen. Es scheint, als hätte sie ihr Frühstück an den Ala Moana Boulevard verlegt, an dem eigentlich schon seit fünfzehn Minuten die jährliche „Floral Parade“ vorbeiziehen müsste.

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Parade 6Plötzlich tut sich etwas in der Ferne. Ganz weit hinten auf der gesperrten, mehrspurigen Hauptverkehrsader kann man ganz wage einige chromglänzende Polizeimotorräder in der Sonne blinken sehen. Sie rollen langsam näher und endlich sind sie da. Mit etwas Abstand eilt ein hawaiianischer Mann barfuss und nur mit rotem Lendenschurz bekleidet hinterher. Er bleibt immer wieder stehen und bläst in seine große, weiße Muschel. Die hawaiianische Art anzukündigen, dass etwas Großartiges ansteht.

Und schon marschiert die erste Gruppe des „Aloha Festivals Floral Parade“ mit Pauken und Trompeten auf. Eine riesige Schulband geht im Gleichschritt vorbei. Mädchen schwingen große Buchstaben aus Plastik im Takt der Musik durch die Lüfte. Im Gleichschritt marschiert die Schulband hinterher und zeigt ihr musikalisches Talent, gefolgt von Fahnenschwenkern und einer Exerziergruppe mit falschen Gewehren.

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Parade Float 2-WebSchon kündigt sich die nächste Highschoolband an. Die ganze Musikkapelle ist in weißer Kleidung, die mit großen gelben Hibiskusmotiven bedruckt ist, gekleidet. Jeder einen gelben Lei (Blumenkranz) um den Kopf. Das Iolani Dance Team in ihren roten Tops aus Samt marschieren hinterher. Prominenz im offenen Cabriolet sitzend: Der Bürgermeister von Honolulu im bunten Aloha Hemd und mit Strohhut. Der Gouverneur von Hawaii ebenfalls in hawaiianisches Tuch gehüllt und einen langen, grünen Pikake Lei um den Hals.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAParade 2Endlich der erste große Prunkwagen im Zug! Muschelbläser eilen voraus und kündigen die Ankunft der hawaiianischen Ali´i (Herrscher) an. Der große Wagen ist mit Matten aus Palmblättern bedeckt sowie über und über mit Anthuriums geschmückt. Ein Meer aus leuchtend roten Blüten. Eine Blüte neben der nächsten. Dazwischen immer wieder gelbe Rosen. Begleiter des Wagens tragen Kahili aus gelben Federn und grünen Blättern. Diese senkrecht getragenen Stangen mit einem großen Federbüschel oben drauf symbolisieren Vornehmheit und Noblesse. Die „Könige“ tragen traditionellen Kopfschmuck und Umhänge wie zu Zeiten King Kamahamehas, als Hawaii noch alleine den Hawaiianern gehörte.

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Der nächste Wagen, ebenfalls um die zehn bis 15 Meter lang, mit echtem Grün und tausenden von Blumen: Lila Orchideen, pinker und roter Ginger, Helikonien, Bird of Paradise und Palmen. Miss World und Miss Hawaii winken aus einem offenen Capriolet. Hinterher ein offener Olioli-Bus mit allen Missen der über 50 US-Bundesstaaten, die wie Königinnen aus dem Bus heraus winken. Und von weitem hört man schon die nächste Highschoolband mit ihren Querföten und Trommlern.

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Pa´u Reiter mit ihren hübsch geschmückten Pferden reiten vorbei. Hinterher eine kleine Abordnung, die sofort die Pferdeäpfel aufkehrt, sollte ein Pferd welche fallen lassen. Mit Kehrschaufel, Besen und einer Wanne auf Rädern bewaffnet trollen sie hinter den Pferdegruppen her. Machen ihre Scherze mit dem Zuschauern: „Ein paar Pupus? -Kostenlose Snacks?“

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFünf Hulatänzerinnen schweben in sanften Wellenbewegungen die Strasse hoch. Hinter ihnen eine Gruppe in nachgebildeten historischen Uniformen, wie man sie im 18. Jahrhundert in der königlichen Garde trug. Eine der zahlreichen Highschollbands hält für eine kleine Pause direkt vor uns und spielt auf. Helfer mit Sprühflaschen in der Hand, wie man sie vom Besprühen von Pflanzen kennt, laufen hurtig durch die Reihen und spritzt den Musikern zur Abkühlung Wassernebel ins Gesicht.

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Die drei kleinen Mädchen rufen laut „Aloha Princess“ und freuen sich bis über beide Ohren. Sie winken und schauen bewundernd hoch zur Prinzessin von Oahu auf ihrem hübsch mit Blumen und Leis geschmückten Pferd. Die Hawaiianerin mit ihren Blumengeflechten im Haar, dem schönen langen Kleid und der Ausstrahlung einer Prinzessin, ist eine Augenweite. Sie winkt den begeisterten Kindern und Zuschauern am Straßenrand zurück, ruft laut „Aloha“ und schickt Küsse durch die Luft. Jede der hawaiianischen Inseln hat ihre eigene Prinzessin samt Gefolge zu Pferd im Zug: Big Island, Kauai, Maui, Oahu, Molokai und Lanai.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERASchon nähert sich auch der nächste Prunkwagen. Noch größer und schöner als die vorhergegangenen. Er ist übersät mit Nelken. Es müssen an die 50.000 Nelken sein. Oben eine riesige, amerikanische Fahne mit „Stars and Strips“ aus weiteren Nelken gesteckt, die sich um die eigene Achse dreht. Auf der Rückseite die hawaiianische Fahne in rot, weiß und blau gefärbten Nelken. Frauen rufen „Aloha“. Farne säumen den Wagen und hawaiianische Muster drehen als Scheiben besteckt mit Nelkenköpfchen ihre Runden auf einem Meer aus gelben, weißen oder pinken Nelken.

Unglaublich diese Farben und Blumen! Die Wirkung unter tropischer Sonne ist kaum zu beschreiben, aber jederzeit zu erleben: Bei der jährlich Ende September stattfinden Blumenparade in Honolulu. Die diesjährige „Aloha Festivals Floral Parade“ findet am 
Samstag, 28. September 2013 statt. Der Umzug startet um 9 Uhr am Ala Moana Park und führt über die Kalākaua Avenue bis zum Kapi‘olani Park. 
Eintritt frei! www.alohafestivals.com

Bis bald auf Hawaii! …Aloha MiME

(Image credits: Aloha Festivals Hawaii & MiME)

Besteigung des Kölner Doms: Ein Fitness-Programm der Extraklasse

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Der Kölner Dom mit den beiden über 157 Metern hohen Türmen ist eines der beliebtesten Ziele für Touristen. Nach der Vollendung des Nordturms war die gotische Kathedrale acht Jahre lang das höchste Gebäude der Welt. Heute ist der Kölner Dom die zweitgrößte Kirche Deutschlands sowie die drittgrößte der Welt.

Doch nicht nur die Größe des Doms ist rekordverdächtig. Nach 632 Jahren Bauzeit wurde die Kirche 1880 fertig gestellt und bietet Platz für ungefähr 4.000 Gläubige. Seit 1996 gehört der Dom aufgrund seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Foto 3 Kopie 7Foto 1 Kopie 7Foto 1 Kopie 4Doch man sollte sich den Kölner Dom nicht nur von unten ansehen, sondern seinen Südturm auch besteigen. Ja, das ist möglich! Es ist ein Fitness-Programm der Extraklasse und macht sehr viel Spaß. Auch kleinere Kinder schaffen locker die 533 Stufen nach oben, denn man kann immer wieder Pausen einlegen. Ein grandioses und preiswertes Abenteuer, dass man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

Der Weg auf die Spitze führt durch eine enge Wendeltreppe, auf der gerade einmal zwei Personen aneinander vorbeikommen. Die Stufen sind schon recht ausgetreten und bilden eine Mulde in der Mitte. Fenster so groß wie Schießscharten begleiten uns nach oben. Wir bleiben immer wieder kurz stehen, um einen flüchtigen Blick nach unten zu erhaschen.

Nach 260 Treppenstufen erreichen wir auf einer Höhe von circa 53 Metern endlich das erste „Highlight“: den Glockenstuhl. Die gewaltige Domglocke mit ihren sieben kleinen Brüdern ist hier zu besichtigen und man kann zum ersten Mal richtig auf die Stadt hinunterblicken. Plötzlich beginnt die große Petersglocke (in Köln besser bekannt als „decke Pitter“) zu schlagen. Wir erschrecken, zucken kurz zusammen und halten uns die Ohren feste zu. Das Läuten und die Kraft des Schalls gehen uns durch Mark und Bein. Alles scheint zu vibrieren.

Foto 3 Kopie 6Foto 4 Kopie 3Foto 2 Kopie 2Foto 5Die Kinder drängen zum Weitergehen. Sie wollen endlich ganz nach oben. Nach ein paar weiteren Stufen erreichen die kleinen Gipfelstürmer das obere Ende der Wendeltreppe. Hier verschnaufen wir kurz und dann machen wir uns auf zum Endspurt. Eine eiserne Treppe bringt uns in 97 Meter Höhe. Puh! Geschafft! Wir haben die Aussichtsplattform des Südturms erreicht!

Unsere Beine sind etwas müde von den 533 Stufen, doch die Belohnung lässt den Aufstieg wie einen Spaziergang erscheinen. Die Aussicht ist einfach grandios! Atemberaubend!!!

Stürzt euch ins Abenteuer! Viel Spaß …MiME

Foto 1 Kopie 5Foto Kopie 2Die Turmbesteigung:

Öffnungszeiten: Mai – September 9.00 – 18.00 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene EUR 3.00, Familienkarte EUR 6.00, ermäßigt (Schüler, Studenten, Behinderte mit Ausweis) EUR 1.50

Eingang zur Turmbesteigung: Außerhalb des Doms, rechts neben dem Haupteingang geht eine Treppe/Aufzug nach unten. Hier befindet sich der Eingang zur Turmbesteigung.

Mehr Infos zum Kölner Dom unter: www.koelner-dom.de

Kunst, Design und Lifestyle – das MAKK in Köln wird 125 Jahre alt!

Das Museum für Angewandte Kunst (MAKK) hat Geburtstag und wird 125 Jahre alt. Bevor das Jubiläum mit freiem Eintritt am morgigen Samstag und Sonntag (15. und 16. Juni 2013) gefeiert wird, möchte ich euch schon mal zu einem kurzen Rundgang einladen. 

Das Museum liegt im Herzen von Köln und ist nur ein paar Schritte vom Dom entfernt. Wir müssen vom Dom aus den Wallrafplatz überqueren und dann kann man den Eingang An der Rechtsschule schon fast sehen. Er liegt hinter großen, schattigen Laubbäumen versteckt. Hier sind wir, das MAKK:

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Museum für Angewandte Kunst Köln. Blick in den Innenhof mit Café Canapé. © Rheinisches Bildarchiv, Marion Mennicken

Das Museum für Angewandte Kunst in Köln mit rund 150.000 Objekten ist eines der fünf Spezialmuseen für europäisches Kunsthandwerk und Design in Deutschland. Ursprünglich als „Mustersammlung“ gegründet, um Handwerker, Entwerfer und deren Auftraggeber mit den besten Leistungen aller kunsthandwerklichen Gattungen vertraut zu machen und die historischen Entwicklungen sowie die technologischen Besonderheiten herauszustellen, wurde die Sammlung im Lauf der Zeit auf alle einschlägigen Genres ausgeweitet und umfasst heute herausragende Exponate vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Josef Albers, Tomb and Foliage – Hommage to the Square, 1965

Josef Albers Tomb and Foliage – Homage to the Square, 1965, Sammlung Winkler Copyright: The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2008 Foto: Sasa Fuis Photographie Köln

Schon im Jahre 1900 wurde der Sammlung ein großes Museumsgebäude im neugotischen Stil errichtet. Doch nach Verlust des Gebäudes im zweiten Weltkrieg musste das Museum in Provisorien umziehen und die Sammlungsstücke mussten fast fünf Jahrzehnte lang zwischengelagert werden. Die Kollektion wuchs trotzdem ständig weiter. Schließlich fand 1988/89 das MAKK sein heutiges zu Hause in der Kölner Innenstadt nur einen Steinwurf vom Dom entfernt.

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Designabteilung mit Sammlung Winkler im Museum für Angewandte Kunst Köln. Kabinett 60er Jahre. copyright: Rheinisches Bildarchiv Köln (RBA) 2008, Foto: Maria Luckey

Heute dokumentiert das MAKK in rund zwanzig Spezialgebieten das gesamte Spektrum angewandter Kunst vergangener Epochen. Als Sammlungsschwerpunkte seien Glas, Keramik, Silber und Gold, Tapisserien und weitere Textilkunst, Mode und Schmuck genannt. Die Sammlung an Möbeln und Einrichtungsgegenständen vereint hochrangiges und kostbares Mobiliar seit der Gotik. Zudem runden zahllose Objekte der Tisch- und Tafelkultur und geschmackvoll gestaltetes Gebrauchs- und Arbeitsgerät sowie Luxus- und Zierobjekte die Intention des Museums ab und führen uns zurück in die Vergangenheit. 

Gemälde und Skulpturen, gefertigt aus den unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Elfenbein, Bronze und Edelmetall bis hin zu Glas und Porzellan, zählen zwar nicht zum Hauptsammlungsgebiet der angewandten Kunst, lassen jedoch jeweils die künstlerische Haltung einer Epoche anschaulich werden.

Max Bill, Translokation auf Rot, 1972

Max Bill Translokation auf Rot, 1972, Sammlung Winkler Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2008 Foto: Sasa Fuis Photographie Köln

Das Design des 20. Jahrhunderts, meine  Lieblingsabteilung, befindet sich im Erd- und ersten Obergeschoss des Museums und zeigt auf insgesamt 710 Quadratmetern mehr als 400 Exponate aus Design und Kunst. Sie ist durch zahlreiche Schlüsselwerke vertreten: Möbel, Leuchten, Haushaltsobjekte, Kameras oder Radios, gestaltet von wegweisenden Entwerfern wie Frank Lloyd Wright, Charles und Ray Eames, Dieter Rams oder Philippe Starck.

In Dialog mit ihnen treten, neben herausragenden Gemälden etwa von Piet Mondrian oder Wassilij Kandinsky, Arbeiten von Günther Uecker, Jesús Rafael Soto oder Victor Vasarély. Dies bietet die Möglichkeit, Design nicht isoliert, sondern in enger Beziehung mit Werken der Bildenden Kunst zu betrachten. So entstand unter dem Titel „Design und Kunst im Dialog“ eine neue Dauerausstellung, die die komplexen Verflechtungen der Disziplin Design mit künstlerischen Entwicklungen ebenso wie mit der Zeitgeschichte herausarbeitet.

Radio Modell 45-503, Transitone Philco

Radio Modell 45-503, Transitone, Philco Sammlung Winkler Foto: Sasa Fuis Photographie Köln

Eine solche Zusammenschau ist heute von besonderem Interesse, da Design und Kunst aufgrund gesellschaftlicher und technischer Entwicklungen enger zusammenrücken und sich die Frage nach der Bewertung einer solchen Annäherung stellt. Ist das Kunst oder ist das Design?

Die Leiterin des MAKK, Petra Hesse, hat dies in einem Interview im Zuge des 125. Jubiläums gut auf den Punkt gebracht: „Am deutlichsten zeigen sich die Unterschiede in der Art, wie die Dinge entstehen: Für Designer, die konzeptionell arbeiten, spielt der Produktionsprozess eine große Rolle. Am Ende steht zwar das fertige Objekt, aber die Designer setzen sich mit Umwelt und Gesellschaft auseinander.“

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Designabteilung mit Sammlung Winkler im Museum für Angewandte Kunst Köln. „Begehbare“ Regalinstallation in der großen Halle, Gesamtansicht mit Person. Copyright: Rheinisches Bildarchiv Köln (RBA) 2008, Foto: Maria Luckey

Diese Aussage geht mir auf dem Weg ins Museumscafé noch etwas durch den Kopf. Ich entschließe mich bei herrlichem Sonnenschein in den wunderschönen Innenhof, eingebettet zwischen Museum und der benachbarten Minorittenkirche, zu gehen. Der Hof kommt mir wie eine abgeschiedene, grüne Oase im Trubel der Fußgängerzone vor. Ich bestelle einen Cappuccino und lasse all die wunderbaren Eindrücke erst mal sinken.

Ein echtes Lifestyle-Museum! …MiME

Mehr Infos unter: www.makk.de

Spalding House Honolulu – Kunstmuseum mit Pool, Tennisplatz und paradiesischem Garten

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Die Vögel in den Palmen zwitschern ihr Lied und es duftet lieblich nach tropischen Blüten. Die Sonne brennt vom Himmel. Die großen Baumkronen lassen nur etwas Sonnenlicht durch und spenden großzügig Schatten. Hier und da sitzen auf dem parkähnlichen Anwesen in den Hügeln oberhalb Honolulus Liebespaare und Familien barfuß auf kühlen Tatami-Matten. Glücklich genießen sie ihr Picknick zwischen Kunstwerken von Charles Arnoldi, der in Los Angeles lebt und arbeitet, und der begnadeten Keramikkünstlerin Toshiko Takaezu. Willkommen und Aloha im Spalding House!

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OLYMPUS DIGITAL CAMERASpalding House wurde von der reichen Erbin und der größten Kunstmäzenin Hawaiis, Anna Rice Cooke (1853–1934), erbaut. 1988 stifteten die neuen Besitzer der paradiesischen Villa mit Swimmingpool und Tennisplatz am Makiki Hights Drive das Anwesen, um Honolulu einen Ort für zeitgenössiche Kunst zu schenken. Spalding House wurde das Contemporary Museum of Art. Heute arbeiten Spalding House und das Honolulu Museum of Art zusammen und besitzen eine international beachtliche Sammlung an über 50.000 außerordentlichen Werken aus mindestens 5000 Jahren Kunstgeschichte.  www.honolulumuseum.org

In Honolulu treffen mittelalterliche Kunstwerke auf zeitgenössische Arbeiten, hawaiianische Gemälde auf asiatische Meister, traditionelle Arbeiten aus Afrika und Ozeanien auf asiatische Textilkunst. „We show world-class art, art from around the world and from all time periods“, erzählt Lesa Griffith vom Museum. Denn was man in europäischen Museen meist vergebens sucht, sind großartige Kunstwerke aus wirklich allen Erdteilen, die direkt nebeneinander in einem Museum hängen. Hier in Honolulu ist es möglich.

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Spalding House besteht aus sechs Gallerien mit wechselnden Ausstellungen und Exponaten. Im Moment werden Arbeiten des großartigen Künstlers Jonathan Borofsky ausgestellt. Die 17 Meter hohe Skulptur des Amerikaners, „Walking Man“, schmückt beispielsweise die Leopoldstrasse in München. Vertreten sind auch der Kanadier Micah Lexier und Thomas Woodruff, der bereits verstorbene Minimalist Donald Judd und die in Ungarn geborene Künstlerin Agnes Denes. Im Pavillion befindet sich die permanente Installation „Enfant et les sortiléges“ von David Hockney.

Ab Mitte Juni werden dann bekannte Namen wie Joan Miró, Wassily Kandinsky und James Whistler Einzug halten. Aber auch Arbeiten des japanischen Holzschnittkünstlers, Onchi Koshiro, der erste Japaner der sich mit abstrakter Kunst beschäftigte, werden zu sehen sein. Werke des Italieners Harry Bertoia oder des Franzose Joan Charlot, der lange in Mexiko lebte und arbeitete, sind dabei. Meister ihres Faches, die ihren persönlichen Blick in ihrem Jahrhundert in der Kunst festhielten.

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Der traumhafte, tropische Garten bietet einen atemberaubenden Blick auf Honolulu, Diamond Head und den Pazifik. Vor ungefähr 20 Jahren gab ein Hawaiianischer Gartenarchitekt dem abfallenden, 20.000 qm großen Grundstück seine jetzige Gestalt. Skulpturen zwischen Jahrhunderte alten Bäumen wie Bengalische Feigen, südostasiatischen Kopsia, Brotfrucht und Mangobäumen sowie hunderte tropische Pflanzen und Farne verwandeln die Anlage in ein Oase der Meditation.

Auf dem kurz geschnittenen Grün stehen Skulpturen hervorragender, zeitgenössischer Künstler aus den USA wie Charles Arnoldi, der in San Diego geborenen Deborah Butterfield, dem Hawaiianer Satoru Abe, der von japanischen Eltern abstammenden Toshiko Takaezu, dem New Yorker Arnold Zimmerman und vielen Künstlern mehr.

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Doch Spalding House hat noch mehr zu bieten. Bis ins nächste Jahr hinein werden die Ausstellungen speziell an ein Schulfach geknüpft sein: Zahlen oder geometrische Formen in der Kunst, alte Designs im Vergleich zu Computergrafiken heutzutage. In der nächsten Ausstellung mit dem Titel „Now hear this!“ geht es um Musik in der Kunst. Außerdem wurde der Tennisplatz des Spalding House in ein Atelier und eine Gallerie unter freiem Himmel verwandelt. Hier, in der sogenannten Surface Gallery, dürfen sich erfolgreiche Kunststudenten ausprobieren und ihr Talent zeigen. Es gibt ein großes Programm zur Förderung heimischer Nachwuchskünstler, viele verschiedene Führungen und selbst im Café wechselnde Ausstellungen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIm beliebten Café können auch die Körbe für das gemütliche Picknick im wunderschönen Garten vorbestellt und abgeholt werden. Ein Picknickkorb mit Sandwiches oder Salat, Dessert und Getränk kostet für zwei Personen 30 US Dollar. Traditionelle, japanische Tatami-Matten aus Reisstroh als Picknickdecken stehen ebenfalls zur Verfügung. Jetzt muss man sich nur noch entscheiden, ob man lieber neben Arnold Zimmermans Steinskulptur oder lieber am Poolrand sein Mittagessen genießen möchte.

 

„A hui kana!“ oder bis bald …MiME

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(Image credits: Honolulu Museum of Art, Hawaii & MiME)