Einer meiner Lieblingsläden in Köln: „Flying Fawn“

Shopping Cologne

Darf ich euch heute zum Shopping mitnehmen? Ich bin mal wieder in der Kölner City unterwegs. Also nicht direkt in der Stadtmitte mit ihren zwei großen Fussgängerzonen, sondern im Belgischen Viertel. Das fängt ungefähr da an, wie die Fussgängerzonen aufhören und keine großen Ketten und Kaufhäuser mehr zu finden sind. Dort wo die kleinen, individuellen und kreativen Läden zu Hause sind. Einer dieser fantastischen Shops im Belgischen Viertel für Home, Interieur, Dekoration und Geschenke ist das „Flying Fawn“ auf der Aachener Strasse. So viele schöne Sachen in einem Raum, dass man stundenlang verweilen und viel zu viel kaufen könnte. Don´t miss it! Weiterlesen

„Büdchentour“ – Die Geschichte und Kultur der Kölner Kioske

Büdchentour Sülz

„Was ist eigentlich ein Büdchen?“ wird sich jetzt vielleicht der ein oder andere fragen. So nennt man in Köln die Kioske in den Stadtvierteln („Veedeln“) und an den Straßenbahnhaltestellen. Am Büdchen gibt es nicht nur alles Wichtige bis spät in die Nacht hinein zu kaufen, sondern sie sind auch eine Art Zentrum der Kommunikation in ihren Stadtteilen und prägen farbenfroh des Kölner Stadtbild. Büdchen gehören zu Köln wie der Dom und der Rhein. Zu der Geschichte und der Kultur der rund 550 Büdchen in Köln gibt es sogar Führungen. So eine Büdchentour durch die Stadtviertel Sülz und Klettenberg habe ich jetzt mitgemacht.  Weiterlesen

Plan A hat nicht geklappt? Dann auf zu Plan B…

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Bepackt mit schweren Einkaufstüten läuft Karin durch die Fußgängerzone. Noch fünf Modeläden muss sie abklappern. Außerdem ist sie immer noch auf der Suche nach dieser schwarzen Lederjacke für Herren. Das letzte Geschäft in dem sie war hatte zwar eine passende, aber leider nur ein einziges Modell in der Größe. Für die Fernsehproduktion braucht die Kostümbildnerin aber mindestens drei gleiche Jacken in ein und derselben Größe.

Karin bleibt kurz stehen, um die schweren Tüten in die andere Hand zu nehmen. „Ich kann mir nicht vorstellen, den Job hier noch bis 50 zu machen!“ murmelt sie vor sich hin und schlängelt sich zwischen den Menschenmassen in der Kölner Fussgängerzone hindurch. „Ich bräuchte einen Plan B.“

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Die Kostümbildnerin hatte einen Plan B und hängte tatsächlich ihren gut bezahlten Job beim Fernsehen an den Nagel. Karin Breul machte sich selbständig, eröffnete ihre eigene Modeboutique und nannte sie „Plan B.“ Ende nächsten Jahres werden sie und ihr Laden bereits zehnjähriges Jubiläum feiern.

„Nach dem Abitur habe ich eine Schneiderlehre gemacht,“ erzählt uns die Inhaberin von Plan B. „sowie einen Zwischenstopp bei der gelernten Schneiderin und bekannten Modedesignerin Inge Kallenborn.“ Das Designen und Schneidern von Damenmode lag Karin schon immer im Blut. Es ist ihre Leidenschaft, die sie schließlich und endlich zu ihrem Beruf machte. „Ich muss zugeben, wenn ich vorher nicht bei Inge Kallenborn gearbeitet hätte, hätte ich mich nie getraut einen eigenen Laden zu eröffnen.“

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In ihrer kleinen Modeboutique in der Kölner Südstadt reihen sich wunderschöne Kleider, Blusen, Röcke und Hosen aneinander. Die Muster der Stoffe sind teilweise farbenfroh teilweise einfarbig. Eine perfekte Mischung. Die einmaligen Stoffe fühlen sich leicht und fließend an. „Ich bekomme sie von einem ganz kleinen Hersteller,“ erklärt Karin Breul. Auch der neue Stoff, der in ihrem Nebenraum auf der Nähmaschine und auf dem Arbeitstisch liegt, besticht durch sein besonderes Muster und seinen Glanz. Stoffballen mit vertrauten Mustern aus der aktuellen Kollektion türmen sich an der Wand. Schnittbögen hängen eng aneinandergereiht.

Die blonde Modedesignerin hat viele Kundinnen, und die meisten Frauen kommen immer wieder gerne. Sie schätzen Karins Design, die Qualität der Stoffe, die perfekte Verarbeitung und ihre Kreativität. Vom Entwurf bis zum Finish werden alle Entwürfe von Karin Breul persönlich von Hand in den eigenen Räumen gefertigt. Außerdem kann sie die Mode ihren Kundinnen fast auf den Leib schneidern. Denn wenn eine Kleidergröße nicht perfekt sitzt, werden die Änderungen sofort vorgenommen.

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„Am liebsten kreiere ich Mäntel,“ verrät die Designerin. „Ich weiß nicht genau warum, aber ich glaube, bei Mänteln kann ich besonders kreativ sein. Außerdem ist ein Mantel das erste Kleidungsstück, das man sieht, wenn man jemanden begegnet. Es ist der Mantel oder die Jacke und nicht das, das man drunter trägt.“ Also auf zu Plan B. …

Plan B., Kurfürstenstrasse 4, 50678 Köln, Öffnungszeiten: Di.-Fr. 11-19 Uhr, Sa. 10-16 Uhr

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Wenn Hunde sprechen könnten, dann würden wir jeden Tag was zu hören bekommen …

„Steh´ doch endlich auf und geh´ noch mal raus mit mir!“ Wohlmöglich würden wir ab und zu auch ein „Oh nein, nicht schon wieder dieses bescheuerte Futter!“ an den Kopf geworfen bekommen. „Gehen wir lieber zu Pauline und kaufen leckeres Fleisch!“ schlägt der kleine, weiße Coton de Tuléar namens Frodo seinem Herrchen vor und zieht ihn Richtung Stöckchen´s Delikatessen.

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DSC04045 2In dem kleinen Laden für Naturfutter in der Kölner Südstadt gibt es alles, was der Hunde- und Katzenmagen begehrt: gesunde und artgerechte Ernährung. In der Kühltheke findet der Zweibeiner mit seinem vierbeinigen Freund die verschiedensten Fleischsorten: Rinderherz, Pansen, Blättermagen, Rinderhals, Rinderbacken, Leber, Lamm, Pferd und Geflügel. Viele dieser Leckereien sowie Lachs, Ente und Wildfleisch gibt es auch tiefgefroren. Für Katzen gibt es zusätzlich Mäuse und Eintagsküken. „Wir wollen euch einfach eine biologisch artgerechte und gesunde Ernährung mit rohem Fleisch für die Tiere ans Herz legen“, erklärt Pauline Schubert, die Inhaberin von Stöckchens Delikatessen.

Die Zubereitung des Frischfleisches für den liebsten Begleiter ist ganz einfach. Man nimmt das frische, rohe Fleisch sowie ein wenig Obst und Gemüse. Das gibt es bei Stöckchen´s Delikatessen auch. Dazu eine Prise Öl oder Kräuter. Fertig ist die gesunde Mahlzeit. „Alle Leckereien, die wir anbieten sind ohne Konservierungsstoffe, ohne Lockstoffe, ohne Füllstoffe, Glutenfrei. Einfach natürlich und gesund.“ so die Inhaberin weiter.

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„In Trocken- und Nassfutter befindet sich größtenteils ein Fleischanteil von höchstens vier Prozent“, erklärt Pauline Schubert. „Der übrige Anteil bei Fertigfutter setzt sich meist aus einer großen Menge an Getreide und Füllmitteln zusammen. Ein Hund kann Getreide aber schwer verdauen. Getreide sollte also nur in geringen Mengen oder gar nicht in der Ernährung deines Tieres vorkommen.“

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Frodo bekommt heute sein Lieblingsfleisch gekauft. Außerdem wird noch hochwertiges Premium Fertigfutter mitgenommen, denn morgen geht es mit Herrchen ab in den Urlaub. „Die kleinen Spielzeugtiere da drüben im Laden sehen und riechen übrigens auch ganz interessant“, denkt sich Frodo und macht Männchen, um besser an den Korb mit den Spieltieren zu kommen. Er schnüffelt und freut sich. Der Affe wäre doch was.

DSC04039„Upps! Hoffentlich vergißt mein Herrchen nicht wieder die leckeren, getrockneten Fischchen mitzunehmen,“ fällt Frodo plötzlich ein und läuft schon mal rüber ans Regal mit den vielen Gläsern. Auf den Einmachgläsern prangen große, weiße Schilder: Omega Fisch, Meerbrasse, Lamm-Pansen, Pferdefellstreifen, Dörrfleisch, Lammherz. Doch kaum, dass sich Frodo versieht, ist Pauline schon zu ihm hinüber gegangen und öffnet einen der großen Töpfe mit dem leckeren Inhalt. „Hier, Frodo. Für dich!“ Und der kleine Kerl macht sofort Männchen und holt sich das getrocknete Fischchen. Kaut und schmatzt!

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Frodo wedelt glücklich mit dem Schwanz, leckt noch fünfmal mit seinem Züngchen über´s Maul und denkt: „Wenn es nach mir ginge, dann würde ich jeden Tag Pauline besuchen und bei ihr einkaufen!“

Stöckchen´s Delikatessen, www.liebedeinenhund.de

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